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Backgammon Geschichte

Eines ist sicher,  Backgammon ist eines der ältesten und bekanntesten Brettspiele der Welt. Es gibt Funde die über 5000 Jahre zurückreichen. Die älteste Fundstelle befindet sich im südlichen Mesopotamien bzw. Persien (dem heutigen Iran, Irak, Syrien). Dort fand Sir Leonard Woolley in den 1920igern ein hölzernes Spielbrett, das dem heutigen Backgammon sehr ähnlich war. Es gab weitere Funde, zum Beispiel im Grab von Tutenchamun (ca. 1500 v. Chr.). Aber auch Grabmalereien deuten auf die Beliebtheit des Spiels hin, das nicht nur von Führen sondern auch vom gemeinen Volk gespielt wurde. Die Spielweise des damaligen Backgammon ist leider nicht bekannt.

Das Spiel breitete sich schnell im Mittelmeerraum aus und wurde bei berühmten Persönlichkeiten wie Platon, Sophokles und Homer als ein Spiel ähnlicher Art erwähnt.

Eine Bezeichnung in dieser Zeit war unter anderen Senat und war ein möglicher Vorläufer des römischen Ludus duodecim scriptoru (Duodecim Scripta – dt.das 12 Linien Spiel). Dies war ein naher Verwandter des heutigen Backgammon.

Sehr populär wurde das Spiel dann während der Zeit der Römer. In dieser Zeit wurde das Spiel mit 3 Würfeln gespielt. Es gab 3 verschiedene Bezeichnungen für das Spiel.

Alea (Würfeln)

Tabulae (Brett, Tisch) und

Ludu duodecim sciptorum (das 12-Linien Spiel).

Eine riesige zweiteilige Wandmalerei bei Pompeji zeigt zwei diskutierende Römer beim Spielen und den Besitzer der Herberge der diese gewaltsam hinausbefördert.

Es dauerte trotz der großen Beliebtheit im römischen Reich bis zu den Kreuzzügen bis sich das Spiel im restlichen Europa durchsetzte.

Im Mittelalter war es unter den Namen wie:

Nard (persisch)

Plakoto (griechisch9

Tric Trac (französisch)

Puff (deutsch) und

Tables (englisch) bekannt und wurde mit zwei Würfeln gespielt.

Wurfzabel eine mittelalterliche Version gilt als direkter Vorgänger des heutigen Backgammon

In Europa wurde schließlich die römische Version, Tabula, eingeführt und war ein beliebter Zeitvertreib zuerst bei den Adligen. Doch nach und nach erfreute es sich einer immer größeren Beliebtheit beim gemeinen Volk. Mehrere Jahrzehnte versuchte die Kirche vergliche das Glücksspiel zu verhindern.

Am beliebtesten war Backgammon aber in England. Nirgendwo anders wurde Backgammon so intensiv und früh gespielt wie auf der Insel. Überlieferungen besagen das Richard Löwenherz mit der Spielleidenschaft seiner Soldaten seine Liebe Not hatte. Es gab sogar zu dieser Zeit einen Erlass der allen das Spielen um Geld verboten wurde, die einem niederen Stand als ein Ritter waren.

Was bedeutet eigentlich Backgammon?

Im Jahre 1645 wurde Backgammon erstmals verzeichnet und bezeichnet das Wiedereinsetzen geschlagener Spielsteine in das Brett. Die Regeln wurden 1743 durch den englischen Spielebeschreiber Edmond Hoyle kodifiziert.

Die Einführung der Verdopplungswüfels war die letzte entscheidende Veränderung für das Spiel. Das Doppeln wurde in den 20iger Jahren in einem New Yorker Spielclub erfunden. Dadurch wurde einerseits die Spannung erhöht und andererseits bewirkte dies eine Einschränkung des Faktors Glück.

Aus dem Jahre 1931 stammen vom Card and Backgammon Committee des New Yorker Racquet and Tennis Club die Regeln des modernen Backgammon.

Im Jahre 1964 veranstaltete Prinz Alex Obolensky das erste große internationale Backgammon-Turnier auf den Bahamas und löste dadurch den ersten großen Boom im Backgammon aus. Seitdem wird dieses Turnier jährlich veranstaltet.

Backgammon erfuhr durch Medienberichte in Zeitungen und Magazinen immer mehr an Bekanntheit. Was in der Vergangenheit oft das Spiel der Adeligen und oberen Gesellschaftsschichten war wurde in der heutigen Zeit durch bekannte Persönlichkeiten wie Christina Onassis, Hugh Hefner, Gunther Sachs gespielt und in der Bevölkerung popularisiert.

Durch die intensive Beschäftigung wurde auch die Entwicklung der Theorien zum Spiel forciert und die ersten analytischen Bücher geschrieben.

Eine neue Ära begann durch die Entwicklung des TD-Gammon (auf neuralen Netzwerken basierendes Softwareprogramm) durch Gerald Tesauro in den 80igern. Es wurde aber nie kommerziell verwertet. Es gab immer wieder neuere Softwareprogramme auf dem Markt und es konnte erstmals Rollouts mit verlässlichen Ergebnissen durchgeführt werden. Spiele wurden im nachhinein analysiert und Spielanlagen und Ansichten aus den Vergangen Jahrzehnten wurden dadurch oftmals revidiert.

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